Einleitung — TEIL II
Wahrnehmung allein genügt nicht.
Der Mensch braucht Begriffe, um das Wahrgenommene zu ordnen.
Begriffe fassen zusammen, was in der Wirklichkeit vielfältig ist. Sie schaffen Kategorien, Konsistenz, Vergleichbarkeit.
Diese Ordnung ist notwendig. Ohne sie wäre die Welt nicht handhabbar.
Doch jeder Begriff, jedes Modell ersetzt zugleich das, was er beschreibt — und diese Ersetzung endet nicht bei der einzelnen Wahrnehmung.
Auch die großen Systeme, mit denen Gesellschaften ihre Wirklichkeit organisieren — Medizin, Wirtschaft, Politik, Recht, Militär — sind Begriffssysteme: Sie ordnen die Wirklichkeit, indem sie diese auf Kategorien reduzieren.
Dieser Teil verfolgt diesen Weg — von der ersten Kategorie bis zur gesellschaftlichen Institution.
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